Samstag, 01.07.2006
Auge um Auge

Ganz ehrlich - in 3073 x 2304 Pixeln wirkt das unwahrscheinlich Majestätisch...

Von der Menge her kommt er gegen einen Hai gut mit...
Aber wie gewohnt war es ein lockeres Tauchen mit vielen alten Bekannten, aber auch neu zu Entdeckendem.
Flitterwochentechnich passend waren die vielen Arten an fortpflanzenden Nacktschnecken, Sternenschnecken, Leopardschnecken und Pfirsichnacktschnecken konnten dabei in Flagranti ertappt werden.

Und nicht zuletzt die lustigen Zappelfische...

Donnerstag, 08.06.2006
Ein Schaf und seine Hüterin

Es begab sich zu der Zeit, als die Hochzeitsgäste ausgeschlafen hatten, die Party-Lokalität aufgeräumt war und so dann die Trauung unter Wasser wiederholt werden konnte...
Also in St. Leon-Rot aufgerödelt und bei gutem Wetter und guter Sicht eingetaucht, bis es der Braut zu kühl wurde - kein Wunder bei dem dünnen Hochzeitskleid =8-)

Zur allgemeinen Freude gab es auf dem Trockenen wie im Nassen eine wilde Knutscherei.
Kommentar des Standesbeamten (trocken) "Ich sprach von Küssen, das war eindeutig mehr!"
So, und am Dienstag geht es dann flittern, wie schon angekündigt auf Madeira
Donnerstag, 08.12.2005
St. Taucholaus
Nikolaus.
Der komische Knabe, der seit der Kampagne von Coca-Cola im Roten Dress, statt dem Bischofsornat rumläuft fällt unerwartet über uns her =8-)
Also was tun?
Untertauchen!
Aber als Entsalzer von Madeira gedacht, war mein Organismus irgendwie immer noch auf 20 Grad Kuschelwasser eingestellt.
Schade nur, dass der See gerade mal 7 hatte und mir 13 davon schuldig blieb.
Also ging im Laufe des Tauchganges dann die Temperatur der Extremitäten nach unten und der Luftverbrauch nach oben, und das ohne, dass etwas aufregendes zu sehen gewesen wäre...
Ein Karpfen in der Ferne, einige Barsche und Krebse, viele kleine Garnelen und etliche Rotferdern. Am Ende lugte dann auch noch ein Aal aus seiner Höhle, komisch, dass er um 19:30 schon zu Hause war...
Montag, 05.12.2005
Oh Gott!
Naja, wir mussten schon sehr früh aufstehen, denn das Tauchgepäck musste 2 Stunden vor dem Flug, also 5:30, eingecheckt sein. Und dann erstmal warten. Ab in den Flieger und wieder warten... Warum, naja, sie hatten den 100-Flugstunden-Service vergessen und der wurde gemacht als die Maschine schon vollbesetzt war =8-(
Dann in Madeira lief alles wie am Schnürchen. Raus aus dem Bus und rein ins Hotel, Riesenbalkon, nette Basis. Nächsten Tag gleich ins Wasser und wohlgefühlt.
OK, das Meer war nicht immer ruhig und für die Mittaucher waren die Gezeiten manchmal ein Problem, wenn es hiess sich 3 m in die Tiefe zu stürzen, aber gesund rausgekommen sind wir doch immer. Wäre ja auch schade um die abendliche Schildkröten^H^H^H^H^H^H^H^H^H^H^H^HTomatensuppe =8-)
Das Wetter war nicht typisch Madeirensisch, es hat einige Tage stark gewindet und geregnet, so dass wir nicht so oft wie geplant ins Wasser konnten, aber die Highlights wie den Anglerfisch und den Gelben Zacki konnten wir trotzdem loggen.
Und kaum zurück ist der Flug für kommendes Jahr schon gebucht! Diesmal zu Beginn der Manta-Saison... Die fehlen noch im Logbuch =8-)
Mittwoch, 27.07.2005
Lust auf Scheisse?
Wenn Euch Scheisse! interessiert - ich biete jetzt eine Scheiss-Reise an...
14 Tage Madeira ab FFM mit Condor. **** Hotel direkt am Meer mit deutscher Tauchbasis, 10 Tauchgängen und jeder Menge Spass.
Begegnungem mit sympathischen kleinen Fischen, hypnotisch blickenden Muränen oder hektischen Tanzgarnelen stehen auf dem Programm.
Interesse? Dann einfach kurz melden...
Das Paket kostet EUR 925.- und der Termin ist 10.-24.11.05, allerdings gibt es nicht mehr sooo viele Plätze im Flieger.
Montag, 13.06.2005
Die Quadratur des Kreises
Wegen des guten Wetters waren Tauchschulen und Vereine wie die Heuschrecken in Nordbaden eingetrudelt.
Wir hatten uns viel vorgenommen.
Zum Wrack.
Dann ins Tiefe.
Zum Abschluss vielleicht noch eine Begegnung mit dem Karpfenschwarm.
Wrack angepeilt und gefunden.
Von da aus ab ins Tiefe - was halt bei einem Baggersee so eben tief ist... 24,3 m - und dabei haben wir wirklich jede Kuhle, die uns über den Weg lief auf den Grund ausgelotet. Immerhin etliche tiefer als 22 m!
Dann noch den Kurs zum Ausstieg - muss man ja nicht einstellen, oder vorher sich aufschreiben, hat man ja noch vom Vortag im Kopf - nur eben nicht wenn man die morgentliche Alzheimer-Tablette vergessen hat =8-)
Also immer fleissig 270 Grad, zumindest solange man dem Kompass folgt... Oh, eine neue Kuhle - und runter!
Nette Steinformation...
Und was für schöne Algenwiesen...
Hmmm... Hier bin ich definitiv noch nie gewesen...
Kurz an der Oberfläche geschaut - OK, der Kurs war wohl: zum Wrack - in die Tiefe - schräg nach rechts, dann im Kreis und rüber... Den Hauptteil davon auf 20 m, na gut, mit D7-independent ist noch genug Gas für den Rückweg da, nur das Wechseln ist lästig...
Und dann auf einmal: Gegenverkehr... und zwar gleich zwei Pärchen - sind wir wohl nicht die einzigen im Naturschutzgebiet - aber anscheinend die einzigen, die das nicht geplant hatten...
Aber zumindest dürften wir beide jetzt zu den ganz wenigen gehören, die zwei Wrackpositionen in diesem See kennen!
Montag, 30.05.2005
Scheisse!
Scheisse!
Um genau zu sein: Mönchsrobben-Scheisse!
Was aber nicht heissen soll, dass alles was einem so ein Guide auf Madeira zeigen kann Scheisse ist =8-)
Atlantische Riffhummer sind es zumindest nicht.
Und auch sonst gibt es dort vieles zu sehen, was ich erstmal so nicht "so weit nördlich" vermutet hätte. Schade nur, dass die kleine bunten Putzergarnelen, nicht auch zum Ende des Urlaubs den Ausrüstungs-Putz-Job erledigen, DAS wäre schlichtweg die Show.
Zumindest für die Leute, bei denen die Ausrüstung am gleichen Flughafen landet wie die Besitzer, was bei mir irgendwie nicht der Fall war. Vermutlich hatte da Flughafenpersonal dringend unauffällige Drogenpakete zu transportieren, so dass mein Tauchrucksack auf direktem Weg von Funchal über Amsterdam nach Frankfurt flog und mir dann per Nachttaxi zugestellt wurde - natürlich hatten sie in Amsterdam die zugeladenen Drogen schon wieder ausgeladen.
Irgendwie so muss sie passiert sein, die Geschichte meines Tauchrucksacks...
Sonntag, 01.05.2005
Rednose-Day
Armes Volk.
Gilt doch zumindest die allergische Rhinitis als relative Kontraindikation fürs Tauchen.
Aber wo wären wir denn, wenn die Industrie nicht auch hier ein teures Wundermittel hervorbringt?
Medinose.
Im Fernsehen gesehen und gelacht.
Dann aber gab es das Sonderangebot im Baumarkt (sic!).
Naja, versuchen kann man es ja mal.
Mitgenommen und sicherheitshalber verpackt gelassen, man weiss ja nie. Schnell im Netz recherchiert und festgestellt: es gibt zufriedene Benutzer!
Also ausprobieren und...
... sieht Scheisse aus!
=8-)
Aber schon am zweiten Tag gehörte auch ich zu den überzeugten Benutzern...
Es macht wirklich die Nase freier. Nicht so wie das gute alte Kortisonspray, aber doch merklich.
Nur wenn man es nicht schafft, die 4,5 Minuten-Sessions einzulegen stockt es langsam wieder.
OK ich benutze es ja auch noch keine zwei Wochen, und in der Anleitung steht ja, dass man erst nach zwei Wochen mit der 3 mal täglich Dosis zurückgehen kann...
In jedem Fall eine interessante Neuerung, auch wenn der Preis sicherlich um 60% gesenkt werden könnte...
Sonntag, 17.04.2005
Tauchen mit T wie Tee
Das war der Auftrag für Samstag Morgen.
Früh aufstehen und ab nach Ebli, zum Eblisee.
Angekommen kurz den Ort der tragödie besichtigt und rein ins Wasser. Mit dem Ebinger unter den Steg und in Höhlentauchermanier durch alle Verengungen durchgezogen.
Wo ich nicht war war ein Meter Sicht - wo ich lang gekommen bin ging dann die Sicht auf null.
Endlich am Zielgebiet.
Aber an ein Weiterkommen ist nicht zu denken. Zu viele Streben und alte Planken versperren den Weg im nur 40 cm tiefen Wasser. Dazu immer die Hindernisse von oben - Festsitzen - und dann gaaaanz langsam rückwärts schlängeln. OK, so weit die Arme reichen wird der Grund untersucht - nicht ohne Erfolg sondern mit zu viel Erfolg.
Alles voll...
... Schrott. Kronkorken, Ziehlaschen der letzten 7365 Jahre, Nägel überall und mineralisches Gestein. Da hat man kaum einen Fleck wo kein Signal kommt, aber ganze Quadratmeter, die sich wie eine Goldgrube anhören.
Weg vom Steg und unter den Tretbooten versucht. Hier ist zum einen nicht so viel Mulm und Laub, zum anderen etwas weniger Müll, aber trotzdem bleibt die Suche ohne Erfolg.
Abschliessend also nochmal ins Freiwasser geschwommen um den ganzen Dreck loszuwerden und dann raus und umziehen.
Schnell auf den Rücken gedreht und zur Oberfläche geschaut - so muss Tauchen im Amazonas sein! Teebraunes Wasser und die Hölle an Schwebstoffen!
Da gehe ich doch lieber im Arbeiter- und Bauern-Tümpel tauchen.
Also Sonntags in den Marxweiher.
Etwas Hektik beim Einstieg, eine Tauchpartnerin hat zu wenig Blei mit und neue Ausrüstung. Also ein Säckchen rübergeworfen und ab nach unten.
Wir waren vorgewarnt.
Sicht einen Meter.
Naja, wir gehen im Uhrzeigersinn, während die anderen Gruppen gegen ihn gehen. Selber Schuld!
Selber Schuld waren wir auch, dass wir tief hin getaucht sind - zwei Meter Sicht. Der Rückweg hatte dann zwischen 1,5 und 3 Metern nicht nur 4 Meter Sicht, sondern auch viele Barsche und Krebse, einige Schnecken und vorwitzig-lebensmüde Bachflohkrebse, die auf den Pflanzen turnten.
Dienstag, 29.03.2005
Schaafe Scherben
Morgens fällt es ziemlich schwer sich loszureissen, denn schliesslich ist das Wetter meist schlechter als in good old Germoney.
Und dann der Zustand des Meeres: Tief musste man gar nicht gehen um schnell den Zivilisationsmüll der Altvorderen zu erspähen.
Was mussten die sich auch unbedingt hier mit den Karthagern kloppen und dann die kaputten Paddelboote am Strand verrotten lassen?
So was lenkt dann doch von den eigentlichen Highlights des Tauchens ab, z.B. der in diesen Breiten ziemlich seltenen Porzellanschnecke:
Oder von den mit zunehmender Zahl der Tauchgänge zutraulicher werdenden Schriftbarschen. Scheint doch eine zunehmende Zahl an Harpunettis zu geben, die inzwischen in dieser Bucht ihr Unwesen treiben...